Stör

Allgemeines

Die Fischfamilie der Störe umfasst 27 verschiedene Arten. Da sie die Erde bereits seit über 250 Millionen Jahren besiedeln, zählen sie zu den ursprünglichsten Lebewesen. Störe gehören zu den primitiven Knochenfischen, welche ein Alter zwischen 50 und 100 Jahren sowie eine Länge von mehreren Metern erreichen können. In Europa zählen Störe daher zu den größten Süßwasserfischen. Abhängig von der jeweiligen Art ist es möglich, dass ein Stör ein Gewicht von bis zu einer Tonne erreicht.

Der Körperbau dieser Fischart ist spindelförmig. Das Maul ist sehr lang und nicht selten nach oben gebogen. Der obere Teil des Störs schimmert meistens in Farben von braun und grün bis hin zu blauschwarz. Die Seiten hingegen sind deutlich heller eingefärbt. Gut zu erkennen sind die Fische dieser Art anhand ihrer länglich verlaufenden Knochenplattenreihen und der charakteristischen Schwanzflosse. Diese ist asymmetrisch gegabelt.

Der Stör verfügt über Sinnesorgane, welche hochsensibel sind. Zu diesen zählen einerseits die charakteristischen vier langen Barteln auf der Unterseite der Schnauze und anderseits seine Elektrorezeptoren.

Vorkommen und Lebensweise

Störe leben gerne in kalten Seen, Flüssen und Meeren. Sie sind nachtaktiv. Diese Fischart ist in ungefähr 25 verschiedenen Ländern in Mittel- und Nordeuropa beheimatet. Auch in Asien und Nordamerika ist der Stör zu finden. Aufhalten tun sich Störe meistens in der Nähe des Bodens. Am Grund des Gewässers suchen sie nach Nahrung, wobei sie als Einzelgänger unterwegs sind.

Fortpflanzung

Störe werden in einem Alter von zehn bis 15 Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit ist zwischen März und April. Daher schwimmen Störe im Frühsommer flussaufwärts, um zu laichen. In strömungsreichen Gewässern legen sie ihre Eier auf dem Kieselgrund ab. Hierbei legen sie bis zu 2.500.000 Eier. Wenn die Jungtiere geschlüpft sind, halten sie sich noch etwa ein Jahr lang im Süßwasser auf. Als junge erwachsene Fische wandern sie schließlich ins Meer hinaus.

Nahrung

Der Stör frisst vor allem Insekten und zählt hierdurch als Insektivor. Darüber hinaus stehen aber auch kleinere Fische und Krebstiere sowie Würmer und andere Weichtiere auf seinem Speiseplan.

Gefährdung

Die unbefruchteten Eier der Störe werden als Rogen bezeichnet. Sie gelten als beliebte Delikatesse der Luxusklasse. Mit ihnen werden viele Geschäfte auf dem Schwarzmarkt getätigt. Aufgrund der hohen Preise, die mit den Rogen erzielt werden können, sind viele Arten der Störe heute vom Aussterben bedroht.