Schlammpeitzger

Kennzeichen

Der Körper des Schlammpeitzgers ist walzenförmig. Vorne ist er nahezu drehrund und hinten an den Seiten zusammengedrückt. An seinem Mail, das klein und unterständig ist, besitzt er zehn Barteln. Vier davon befinden sich am Unterkiefer und weitere sechs am Oberkiefer. Letztere sind länger. Die Öffnungen seiner Nase sind rphrenartig verlängert. Auf der Haut des Schlammpeitzgers befinden sich eine dicke Schleimschicht sowie winzige Schuppen. Seine Schwanzflosse ist abgerundet. Der Milchner besitzt längere Brustflossen als der Rogner. Zudem laufen diese beim Rogner nicht spitz zu. Die Färbung dieser Fischart sieht gelbbraun aus. Es zeigen sich dunkelbraune Längsbänder und zahlreiche dunkle Punkte. Der Schlammpeitzger besitzt eine Bauchseite, deren Färbung von ockergelb bis orange reicht. Die für Schmerlen eigentlich typischen ausklappbaren Augendorne fehlen.

Lebensraum und Lebensweise

Der Schlammpeitzger lebt überwiegend in flachen und stehenden bzw. selhr langsam fließenden Gewässern. Diese sollten über einen Schlammgrund verfügen. Als Bodenfisch ist er vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber hält sich diese zählebige Art oftmals zwischen Wasserpflanzen auf oder aber hält sich im weichen Untergrund verborgen. Die Haut- und Darmatmung ist beim Schlammpeitzger besonders gut ausgeprägt. Durch diese ist er an die extremen Bedingungen wie Austrocknung, Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung in eutrophen Gewässern sehr gut angepasst. Um die Darmatmung auszuführen, steift er an die Wasseroberfläche und schluckt dort Luft. Nach der Aufnahme des Sauerstoffs wird diese über seine Darmschleimhaut und durch die Afteröffnung wieder ausgeschieden. Um den Winter oder auch das Trockenfallen eines Gewässers zu überleben, gräbt sich der Schlammpeitzger ungefähr einen halben Meter tief in den Schlamm ein. Da in dieser Art Dauerschlaf seine Lebensfunktionen herabgesetzt werden, kann er bis zu einem Jahr in dieser Lage überleben.

Der Schlammpeitzger reagiert stark auf schnelle und starke Luftdruckveränderungen. Bereits ein Gewitter lässt ihn auch am Tage sehr aktiv werden und häufig an die Oberfläche aufsteigen. Aufgrund dieser Eigenschaft wird er oft auch „Wetterfisch“ genannt.

Seine Eier legt diese Fischart portionsweise ab. Sie haften an Wasserpflanzen oder Wurzeln. Als Anpassung an eventuelle Defizite an Sauerstoff besitzen die Larven fadenförmige äußere Kiemen. Diese bilden sich später zurück.

Nahrung

Der Schlammpeitzger frisst lleine Schnecken, Muscheln, Krebse, Würmer und Insektenlarven.

Gefährdung

Gefährdet wird diese Fischart durch den Verlust von Lebensräumen wie Auegewässern oder Trockenlegungen. Ebenso stellen Drainagierungen, Sohlräumungen und Aalbesatz eine Gefahr für den Schlammpeitzger dar.

Antworten

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