Kabeljau

Etymologie

Der Kabeljau (oder auch Dorsch genannt) besitzt in den skandinavischen Ländern verschiedene Namen. So heißt er in Norwegen, Dänemark und Schweden torsk. Auf Finnisch bezeichnet man ihn als turska, in Polen als dorsz und in Russland wird der Dorsch bzw. Kabeljau als treska betitelt. Ab seiner geschlechtsreifen Zeit wird der arktische Kabeljau in Norwegen skrei genannt. In englischsprachigen Ländern heißt er cod, während man in den Niederlanden von kabeljauw spricht. In Frankreich heißt er cabillaud oder morue.

Woher der deutsche Name Kabeljau – abgeleitet von der niederländischen Bezeichnung kabeljauw – stammt, ist bislang noch umstritten. So wird teilweise angenommen, es handle sich schlichtweg um eine Konsonantenumstellung (Interversion) angelehnt an das spanische Wort bacalao. Eine weitere Vermutung ist, dass die Bezeichnung Kabeljau seine Herkunft von der baskischen Bezeichnung bacalaiba hat. Hier wird ein Kontakt zwischen den vor Neufundland fischenden Basken und den Ureinwohnern Nordamerikas vorausgesetzt.

Letztlich ist es nicht zu einhundert Prozent geklärt, woher sich der Name ableitet.

Räumliche Ausbreitung

Der Kabeljau lebt weit verbreitet. Das Gebiet, in dem diese Fische leben, erstreckt sich von der Ungava Bay im Norden Kanadas über die nordamerikanische Atlantikküste bis zum Cape Hatteras, das an der Ostküste der USA liegt. Auch die Küsten der südlichen Hälfte Grönlands sind einbezogen. Im europäischen Nordatlantik reicht das Verbreitungsgebiet des Kabeljau von Island über Spitzbergen und die Bäreninsel bis zur Barentsee und Nowaja Semlja. Des Weiteres erstreckt es sich im Süden bis zur Biscaya und umfasst auch die Nord- und Ostsee, wobei der Bottnische Meerbusen ausgenommen werden muss.

Fortpflanzung

Im Alter von zwei bis vier Jahren (je nach Lebensraum) wird der Kabeljau geschlechtsreif. Er besitzt dann eine Länge von durchschnittlich 41cm, wobei hier Längen zwischen 31 cm und 74 cm vorkommen. Ein Mal im Jahr laicht diese Fischart. Dies vollzieht sich knapp über dem Boden des Kontinentalschelfs, ungefähr 200 Meter tief und bei einer Wassertemperatur zwischen null und zehn Grad. Besonders beliebt sind Temperaturen zwischen vier und sechs Grad, eher noch kühler. Sind die Bedingungen nicht optimal, sucht sich der Kabeljau andere Tiefen, in denen die bevorzugten Temperaturen vorherrschen. Neben der Temperatur des Wassers spielt auch der Sauerstoffgehalt eine wesentliche Rolle.

Es gibt nahezu gleich viele männliche wie weibliche Kabeljaue. Ein leichter Überschuss an weiblichen Tieren ist zu erkennen.