Flussbarsch

Kennzeichen

Der Körper des Flussbarsches ist übersät mit kleinen Kammschuppen. Er besitzt eine ausgeprägte Rückenwölbung, deren Intensität abhängig vom Lebensraum bzw. -gewässer des Tieres ist. Zudem befinden sich am Rücken des Flussbarsches zwei Rückenflossen, die deutlich voneinander getrennt sind. Die eine der beiden Flossen ist mit Stachelstrahlen ausgestattet. Auf ihr ist ein schwarzer Fleck, der Petrifleck, zu erkennen. Die andere Flosse verfügt nicht über Stachelstrahlen.

Am Rücken ist das mitunter auffälligste Merkmal des Flussbarsches zu finden. Dieses besteht aus fünf bis neun dunklen Querbinden, die zum Teil gegabelt sind. Sie reichen bis in das untere Drittel des Fisches, das hellrot ist.

Weitere Flossen des Flussbarsches sind am Bauch, After und Schwanz zu finden. Ihre Farbe reicht von orange über hellrot bis zu einem tiefen Rotton. Die Oberseite dagegen ist in den meisten Fällen in einem dunklen blaugrün eingefärbt.

Am Kopf des Flussbarsches befindet sich eine endständige und weite Maulspalte. Der Kiemendeckel endet mit einem starken Dorn, dem so genannten Barschdorn.

Lebensraum und Lebensweise

Der Flussbarsch ist relativ weit verbreitet. Dies ist möglich, da er eine sehr anpassungsfähige Art ist. Er lebt sowohl in stehenden als auch in fließenden Gewässern, wobei er hier Orte mit einer kräftigen Vegetation bevorzugt. Um sich fortzupflanzen, legt der Flussbarsch seinen Laich an Wasserpflanzen und im Wurzelwerk ab. Es hat die Form länglicher und spiralförmiger Schnüre. Die Lebensgewohnheiten des Barsches ändern sich mit zunehmendem Alter. Während die Jungtiere meistens in Schwärmen auf dem Grund des Gewässers zu finden sind, halten sich die älteren Tiere auch in höheren Lagen auf. Sie leben meist räuberisch und als Einzelgänger.

Fällt das Angebot an Nahrung schlecht aus oder ist der Bestand an Raubfischen sehr gering, kommt es nicht selten zur Ausbildung von Kümmerformen. Hier spricht man auch von Verbuttung.

Nahrung

Junge Flussbarsche fressen zunächst Zooplankton, Wasserinsekten, Bodentiere sowie Fischlaich und -brut. Werden sie älter, ändern sich auch ihre Ernährungsgewohnheiten. Nun fressen Flussbarsche überwiegend andere Fische. Dabei ist es egal, ob diese einer anderen oder ihrer eigenen Art angehören.