Bitterling

Kennzeichen

Als kleinster Vertreter der Karpfenartigen ist der Bitterling anzuführen. Er hat einen ausgeprägt hochrückigen Körper. An diesem besitzt er ein sehr charakteristisches Längsband. Es ist blau – grün gefärbt und erstreckt sich von der Schwanzwurzel bis hin zu Mitte seines Körpers. Anhand dieses Merkmals ist der Bitterling besonders gut zu erkennen. Des Weiteren ist ein Erkennungsmerkmal die sehr kurze Seitenlinie.

Der Bitterling verfügt über eine Rücken- und Afterflosse, die jeweils sehr lang sind. Sein endständiges Maul ist relativ klein. Wenn die Laichzeit heranbricht, ist der Milchner gut zu erkennen. Er trägt in diesem Zeitraum ein bunt gefärbtes Kleid. Außerdem besitzt auch der Rogner eine lange Legeröhre, anhand derer man ihn gut erkennen kann.

Lebensraum und Lebensweise

Der Bitterling lebt besonders gerne in Gewässern, die langsam fließen oder sogar stehen. Diese sollten darüber hinaus eine pflanzenreiche Uferregion haben. Besonders günstig ist es, wenn die Teich- und auch die Malermuschel vorkommen. Während der Fortpflanzungszeit hält der Milchner sich in seinem Territorium aus mehreren Muscheln auf. Dieses besetzt er nicht nur, sondern verteidigt es auch. Durch das wiederholte Anstubsen der Muscheln mit seiner Schnauze bereitet er diese für seine Ei – Ablage vor. Diese geschickte Vorgehensweise führt dazu, dass die Muscheln ihren Schließ-Reflex bei Berührung nahezu verlieren. Erst wenn der Reflex der Muscheln stark erlahmt ist, legt der Rogner die Eier in den Kiemenraum der Muscheln. Dies tut er einzeln und mit Hilfe seiner langen Legeröhre. Die Legerühre ist bis zu 6cm lang und bildet sich während der Laichzeit aus. Über der Atemöffnung der Muscheln sondert der Milchner seine Milch (den Samen) ab. Dadurch werden die abgelegten Eier befruchtet. Sie entwickeln sich schließlich im Kiemenraum der Muscheln. Durch die Schale sind die Fischlarven besonders gut geschützt vor Fressfeinden und können optimal heranwachsen. Nach etwa drei bis vier Wochen verlassen sie diesen geschützten Raum.

Vor der Ablage der Eier führen die Bitterlinge ein auffälliges Balzritual durch. Insgesamt ist diese Fischart verhältnismäßig anspruchslos. Sie leben sehr gesellig zusammen und halten sich meistens und sehr gerne in der Nähe des Ufers auf.

Nahrung

Zu den Lieblingsspeisen des Bitterlings zählen neben Algen und anderen Pflanzenteilen auch tierisches Plankton, Würmer, Insektenlarven sowie Kleinkrebse.

Gefährdung

Der Bitterling ist unter anderem (indirekt) dadurch gefährdet, dass der Bestand an geeigneten Muscheln schwindet. Die Muscheln sind bedroht durch den Verlust ihrer Biotope. So führt zum Beispiel die Beseitigung von Altarmen oder das Verfüllen von Kleingewässern zur Zerstörung wichtiger Lebensräume. Darüber hinaus sind es Unterhaltungsmaßnahmen, Faulschlammbildung, Gewässerverlandung, Trockenlegung und die Verdrängung durch eingeschleppte Muschelarten, welche den Bestand an geeigneten Muscheln für den Bitterling stark eingrenzen und diese Fischart somit (indirekt) gefährden.

 

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