Bachforelle

Kennzeichen

Der Körper der Bachforelle sieht spindelförmig aus. Er ist in unterschiedlichem Ausmaß hochrückig. Die Schnauze der Bachforelle ist weitgehend stumpf und besitzt eine weite Maulspalte. Ein besonderes Kennzeichen dieser Fischart sind die rot gefärbten Tupfen. Diese befinden sich an den Seiten des Körpers. Nicht selten sind diese Tupfen weiß eingefasst. Auf der Rückenflosse der Bachforelle sind dunkle Punkte zu erkennen.

Die Färbung der Bachforelle ist abhängig von ihrem jeweiligen Standort. In den meisten Fällen ist sie jedoch grün eingefärbt. Farbvarianten finden sich viele. Infolgedessen ist auch die Färbung der Fettflosse nicht einheitlich. Sie kann sowohl (nur) rote als auch (nur) schwarze Punkte zeigen.

Wenn die Milchner bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben, bilden sie einen Laichhaken aus, der sehr charakteristisch ist.

Bachforellen, die in Gebirgsbächen leben, welche relativ nahrungsarm sind, wachsen deutlich langsamer. Sie erreichen meistens nur eine Länge von 15 bis maximal 20 cm.

Lebensraum und Lebensweise

Die Bachforelle gilt als Leitfisch in der Forellenregion. Sie bevorzugt als Lebensraum klare und kühle Bäche und Flüsse. Auch in Bergseen ist sie oft zu finden Diese sollten darüber hinaus reich an Sauerstoff sein. Die Bachforelle ist darauf angewiesen, dass ihr Lebensraum aus zahlreich gegliederten Wasserläufen besteht. Nur so findet sie die für sie lebensnotwendigen Versteckmöglichkeiten vor. Als standorttreuer Fisch verteidigt die Bachforelle ihr Gebiet vehement gegen andere Artgenossen.

Wenn die Laichzeit heranbricht, zieht diese Fischart in größeren Gewässern die Zuflüsse aufwärts. Der Grund ist, dass sie dort laichen möchte. Der Rogner schlägt in Bereichen, die meistens sowohl sehr seicht als auch stark überströmt sind, eine Laichgrube in das Kiesbett. Um die Vorherrschaft am Laichplatz kämpfen die Milchner. Die Eier werden, nachdem sie abgelegt wurden, von diesem besamt. Anschließend bedeckt der Rogner sie mit Kies. Die Larven der Bachforelle leben lange in diesem Kieslückensystem. Sie bleiben, bis der Vorrat ihres Dottersackes aufgebraucht ist.

Nahrung

Die jungen Bachforellen fressen gerne Insektenlarven, Bachflohkrebse und andere Kleintiere. Wenn sie älter werden, bevorzugen Fische dieser Art vor allem Anfluginsekten sowie kleine Fische.

Gefährdung

Die Bachforelle ist durch verschiedene Umstände gefährdet. So stellen Fisch fressende Vögel wie Kormorane und Gänsesäger eine Bedrohung dar. Darüber hinaus fehlen ihnen Laichplätze und Jungfischhabitate ebenso wie Wanderbarrieren.

Im Spätsommer kommen in den voralpinen Flüssen so genannte „schwarze Forellen“ vor. Man vermutet, dass ein bisher unbekannter Virus der Grund für dieses traurige Sterben der Forellen sein könnte.

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