Aland

Kennzeichen

Der Körper des Alandes ist lang gestreckt und an den Seiten stark abgeflacht. Sein Maul ist endständig. Der Aland ist in seinem Aussehen dem Dübel sehr ähnlich. Allerdings hat er im Unterschied zu diesem kleinere Schuppen. Auch seine Afterflosse unterscheidet sich von jener des Döbels, indem sie nach innen gebogen ist. Die Farbgebung ist auf dem Rücken grau – blau. Seine Flanken sind silbern gefärbt. Die Flossen dieser Fischart sind rötlich schimmernd. Es existiert eine spezielle Zuchtform des Alandes. Diese wird aufgrund ihrer goldenen Farbe als „Goldorfe“ bezeichnet.

Die durchschnittliche Länge der Alande liegt zwischen 30 und 50 cm. Ihr Gewicht beträgt zwischen 250g und zwei Kilogramm. Bekannte Gewichte liegen bei maximal sechs Kilogramm und die maximale Länge bei 80cm.

Verbreitung

Der Aland kommt nahezu im gesamten Raum Mittel- und Osteuropas nördlich der Alpen sowie auf dem Balkan vor. Die Grenze im Norden zieht sich bis an den finnischen Polarkreis in Skandinavien. Diese Fischart gilt als Leitfischart der langsam fließenden Tieflandflüsse. Er ist charakteristisch für diese Unterläufe und beheimatet in Tieflandflüssen und -strömen wie dem Rhein, der Weser, der Elbe, der Oder oder auch der Weichsel. Alle diese Flüsse münden in die Ostsee oder die Nordsee. Der Aland ist somit nicht nur im Süßwasser, sondern darüber hinaus auch im Salz – oder Brackwasser zu finden (siehe Ostsee). Mit seiner Unempfindlichkeit gegenüber Salzwasser sticht er unter den Weißfischen hervor. Häufig findet man die Fische dieser Art an den Küstenzonen der Ostsee. Hier herrscht ein geringer Salzgehalt vor. Zum Beispiel kommen Alande in der Wismarbucht, den schwedischen Schären oder auch um die Insel Aland oder am Fehmarnsund sehr häufig vor. Darüber hinaus findet man den Aland im Gewässernetz der Donau und auch in den Strömen im europäischen Teil Russlands, welche bis an die Lena und bis nach Jakutsk in Sibirien reichen.

Lebensweise

Der Aland ist ein Schwarmfisch. Er lebt oberflächennah in den von ihm ausgewählten Flüssen und Seen. Auf der Suche nach Futter geraten besonders die Jungfische gerne mal in die Nähe des Ufers. Wenn die Fische dieser Art größer sind, halten sie sich bevorzugt unter überhängenden Bäumen oder aber Sträuchern in kleineren Fließgewässern auf. Dort verharren sie und warten auf vorbeifließende Nahrung.

Gefährdung

Obwohl der Aland in der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (kurz IUCN) aufgeführt wird, gilt er aktuell als nicht gefährdet.

Fortpflanzung

Im Frühjahr wandert der Aland in Flussbereiche, die strömungsberuhigt sind. Der Zeitraum liegt hier zwischen März und Mai. Dort laicht diese Fischart. Je nachdem, welche Temperatur das Wasser hat, ist die Anzahl der Eier unterschiedliche. Alande legen zwischen April und Juni bis zu 100000 Stück. Diese sind sehr klebrig und haften am Substrat des Bodens. Wenn aus den Eiern nach ca. zwei bis drei Wochen die kleinen Fische geschlüpft sind, verbleiben diese zunächst am Ablageort. Erst nach einigen Wochen schwimmen sie fort, um in Flussbereichen aufzuwachsen, die ruhiger sind.

Die Eltern wandern meistens kurz nach der Eiablage wieder in die Unterläufe der Flüsse zurück. Leben Fische dieser Art in Flüssen, welche mit der Ostsee verbunden sind, laichen sie im Flusssystem ab und verbringen dort ihr Jugendstadium. Als adulte Tiere leben sie dann in Bereichen nahe der Küste.

Alande werden mit ungefähr fünf oder sechs Jahren geschlechtsreif.

Nahrung

Jüngere Fische ernähren sich gerne von Zooplankton. Wenn sie älter werden, erweitert sich ihr Speiseplan. Dann zählen auch Insektenlarven, Anflugnahrung, Schnecken, Muscheln und sonstige Wirbellose zu ihren Lieblingsspeisen. Fische dieser Art, welche eine größere Körpermasse besitzen, fressen darüber hinaus auch gerne Fischbrut und andere Jungfische. Wenn sie im Brackwasser leben, dann ernähren sie sich oftmals auch von Muscheln und Krebstieren.

Der Aland gilt als Nahrungsopportunist, da er sich sehr gut an die jeweiligen Gegebenheiten des bewohnten Habitats anpassen kann.

Antworten

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>