Europäischer Aal

Der Körper des Aals ist schlangenförmig und sehr kräftig. Sein Flossensaum besteht aus einer Schwanzflosse sowie aus einer Rücken- und Afterflosse. Bauchflossen besitzt der Aal keine. Seine Brustflossen sind paarig angeordnet und befinden sich direkt hinter seinem Kopf. Seine Schuppen sind oval und klein. Sie umgibt eine großzügige Schleimschicht. Im Laufe seiner Entwicklung verändert sich die Färbung der Schuppen des Aals. Während sie bei einem jungen Tier nahezu transparent sind, dunkeln sie im Laufe der Zeit nach. Der Rücken färbt sich dann graubraun oder dunkelgrünen. Die Seiten sind gelblich oder weiß, genau wie der Bauch des Aals. Eine weitere Veränderung erfolgt zur Zeit der Geschlechtsreife. Dann ist der Bauch silberfarben bis weiß. Auch die Augen sind ab diesem Zeitpunkt vergrößert.

Fortpflanzung

Der Aal ist ein nachtaktiver Bodenfisch und sehr robust. Er kommt in den meisten Still- und Fließgewässern vor. Besonders gut ausgebildet sind sein Geschmackssinn und sein Geruchsorgan. Zum Laichen wandern die Tiere, die Blankaale, zwischen 4000 und 7000 Kilometer stromabwärts in die Sargassosee, die im Westatlantik liegt. Sind die Larven, Weidenblattlarven genannt, geschlüpft, treiben sie zunächst circa zwei bis drei Jahre durch die Meeresströmung getrieben entlang der europäischen und nordafrikanischen Küste entlang. Dort werden sie schließlich zu Glasaalen. Die heranwachsenden Aale, Gelbaale genannt, wandern wieder flussaufwärts und gelangen so zum Teil bis in die Oberläufe.

Ökotypen

Bei Aalen werden zwei Ökotypen unterschieden. Diese lassen sich zum einen durch ihre unterschiedlichen Kopfformen sowie zum anderen durch differente Ernährungsgewohnheiten auseinanderhalten. Der erste Ökotyp, die so genannten Spitzkopfaale, ernährt sich von Würmern, Schnecken, Kleinkrebsen und Insektenlarven. Der zweite Ökotyp, die so genannten Breitkopfaale fressen kleine Fische, Krebse und Amphibien. Sie sind daher eher als Räuber zu bezeichnen.

Der Aal ist in seinem Lebensraum gefährdet. Durch Querverbauungen wird sein Lebensraum geteilt und zerstört. Wanderbarrieren verhindern die Durchgängigkeit für den Aal. Ebenso stellen Wasserkraftanlagen eine Gefahr dar. In den Turbinen sterben viele Blankaale, da sie durch ihren langen Körperbau schnell hineingeraten und gefangen bleiben.

An den europäischen Küsten besteht eine weitere Gefährdung durch verstärkten Fang.

Schlagwörter:

Antworten

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>