Angelschein – Mit den Online Trainer zu deinem Fischereischein

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Das Interesse am Angeln

Angeln galt lange Zeit als Hobby für alte Menschen. Besonders Rentner wurden in diesem Zusammenhang genannt. Denn diese Personengruppe verfügt über viel freie Zeit. Und Zeit ist ein wichtiges Stichwort beim Fischen und Angeln. Doch dies ist längst nicht mehr der Fall! Denn bereits seit einigen Jahren findet auch die jüngere Generation Gefallen am Angeln und Fischen. Gründe hierfür gibt es zahlreich.

Besonders der gesellschaftliche Wandel und die damit verbundene veränderte Einstellung in unserer heutigen Gesellschaft zu Arbeit und Freizeit führt dazu, dass dem Angeln und Fischen ein höherer Stellenwert zugesprochen wird. Der Arbeitsalltag ist mit viel Stress und Hektik verbunden. Wir rasen herum und denken dabei kaum an erholsame Pausen zwischendurch. Daher wird der Erholung an freien Tagen, am Wochenende oder im Urlaub deutlich mehr Gewicht gegeben! Das Angeln oder Fischen bietet hier die ideale Gelegenheit, um den stressigen Alltag, der oftmals in Innenräumen wie Büros stattfindet, auszugleichen. Denn geangelt wird in der freien Natur, oft an Seen und in der Nähe von Wäldern. Diese bieten ideale Erholungsräume, die auch jüngere Menschen immer mehr zu schätzen wissen. Hier kann ein Ausgleich zur Hektik des modernen Arbeitsalltags gefunden werden, in dem der Angler die Stille ebenso genießen kann wie die bessere Luft in der freien Natur und das beruhigende Plätschern des Wassers.

Mit dem Interesse am Angeln und Fischen ist auch jenes am Angelschein, umgangssprachlich Angelschein genannt, gestiegen. Denn er ist eine wichtige Voraussetzung, um den Angelsport ausüben zu dürfen. Und dieser bietet eine gute Alternative, um dem Alltag zu entfliehen und die Seele einfach mal entspannt baumeln zu lassen.

Was ist ein Angelschein?

In diesem ersten Teil geht es ganz allgemein um die wichtigsten Fakten rund um den Angelschein. Daran anschließend gibt es in den weiteren Kapiteln nähere Informationen zu einzelnen Details desselben.

Der Angelschein, umgangssprachlich auch Angelschein genannt, ist in Deutschland ein wichtiges Dokument. Denn er ist eine relevante Grundlage, wenn man seinem Hobby, dem Angeln, nachgehen möchte. Ohne ihn, den Angelschein, ist es in fast allen Bundesländern der Republik nicht bzw. nur sehr eingeschränkt erlaubt, das Fischen oder Angeln auszuüben. Eine Ausnahme bietet hier das Bundesland Niedersachsen. In diesem Bundesland ist der Fischereierlaubnisschein zur Ausübung des Fischens nicht im Fischereigesetz vorgeschrieben. Um das Angeln als potentielles Hobby auszuprobieren, bieten sich hier folglich besonders viele Möglichkeiten an. Denn in allen freien (d.h. nicht verpachteten) Gewässern wie zum Beispiel der Küste oder auch die Seefahrtsstraßen der Elbe bis nach Hamburg ist das Fischen auch ohne den Schein erlaubt. In Niedersachsen kann also auch ohne die offizielle Erlaubnis geangelt werden. Ist ein Gewässer dagegen verpachtet, benötigt man in Niedersachsen jedoch ebenfalls eine Erlaubnis. Hierbei handelt es sich um einen so genannten Fischereierlaubnisschein. Dieser wird für den entsprechenden See ausgestellt.

Doch auch wenn in Niedersachsen im Gegensatz zu den anderen Bundesländern in Deutschland eine relative Freiheit bezüglich der Ausübung dieses Hobbies besteht, sollte ein Grundwissen vorhanden sein, bevor man sich dem Angeln widmet.

Der Fischereierlaubnisschein oder auch Angelschein ist zusammengefasst also eine Bescheinigung, welche es dem Inhaber die Erlaubnis erteilt, zu fischen oder zu angeln. Um einen Fischerei- bzw. Angelschein zu erwerben, muss zunächst einmal eine Fischerprüfung erfolgreich bestanden werden. Diese kann bei der unteren Fischereibehörde oder dem Landessportfischerverband absolviert werden. Die Zuständigkeiten sind in jedem Bundesland unterschiedlich. Wenn die Prüfung erfolgreich bestanden wurde, wird der Angelschein von der Gemeinde ausgestellt.

Wer vergibt den Angelschein?

Im Bundesland Hamburg stellt das Verbraucherschutzamt des jeweils zuständigen Bezirksamtes oder auch ein Kundenzentrum/ eine Einwohnerdienststelle das Dokument aus. In Schleswig-Holstein dagegen hat der Gesetzgeber den schleswig-holsteinischen Landessportfischerverband beauftragt, sowohl die Fischerprüfungen als auch die darauf vorbereitenden Lehrgänge durchzuführen. Hierbei kann die Vorbereitung auf die Fischerprüfung sowohl an verschiedenen Orten erfolgen als auch durch einen Online-Kurs. Auch die weiteren Bundesländer Deutschlands unterscheiden sich in ihren Vorgaben und Zuständigkeiten.

Mit Erhalt des Dokumentes ist es dem Inhaber gestattet, im jeweiligen Bundesland zu angeln bzw. zu fischen. Da der Angelschein eine offizielle und behördliche Genehmigung ist, sollte er stets bei sich getragen werden. Zugelassen werden in der Regel Frauen und Männer ab 14 Jahren.

Wie wird der Angelschein erworben?

Um den Angelschein zu erwerben, muss eine Prüfung erfolgreich absolviert worden sein. Diese umfasst in der Regel einen schriftlichen Fragenkatalog. Der Umfang dieses Fragenkatalogs ist in jedem Bundesland individuell. In einem schriftlichen Test müssen mehrere Fragen beantwortet werden. Die Fragen beziehen sich im Wesentlichen auf Fisch- und Gewässerkunde sowie auf Geräte- und Rechtskunde.

Wenn die Prüfung erfolgreich bestanden wurde, erhält der Teilnehmer zunächst ein Prüfungszeugnis. Mit diesem kann bei der zuständigen Verwaltung, welche im Rathaus der zuständigen Gemeinde sitzt, der Angelschein ausgestellt werden. Häufig ist hierfür ein Passbild erforderlich. Zusätzlich muss die Fischereiabgabe mit einem Betrag von 10 Euro geleistet werden.

Gibt es nur einen einzigen gültigen Angelschein?

Wie im vorangegangenen Abschnitt bereits erwähnt gibt es in den einzelnen Bundesländern innerhalb Deutschlands Unterschiede, wenn es um den Erwerb der Erlaubnis zum Angeln und Fischen geht. Hierbei können bundeslandabhängige verschiedene Klassifizierungen des Fischereischeins beschrieben werden. Ein Beispiel hierfür ist die Friedfischereiprüfung. Diese kann lediglich in Sachsen-Anhalt erworben werden. Sie berechtigt den Erwerb eines Angelscheins, allerdings eingeschränkt. So darf mit dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung nur der Friedfischfang betrieben werden. Die Verwendung von Raubfischködern ist in diesem Fall untersagt. Im Gegensatz zur oben beschriebenen Prüfung, umfasst die Friedfischerprüfung lediglich einen mündlichen Teil. Der schriftliche Test entfällt.

Eine weitere Form des Fischerei- oder auch Angelscheins ist eine spezielle Form für Kinder. In einigen Bundeländern erhalten Kinder ab sieben oder acht Jahren die Möglichkeit, eine so genannte Jugendfischereiprüfung zu absolvieren. Die Prüfungsfragen sowie der gesamte Ablauf der Prüfung, die auf den Erwerb der Angelerlaubnis abzielt, sind dabei dem jeweiligen Alter der Prüfungsteilnehmer angepasst. Zuständig für die Durchführung dieser speziellen Prüfungen sowie für das Ausstellen der Berechtigungen zum Angeln und Fischen sind die Angelvereine in den jeweiligen Bundesländern.

Was kostet der Erwerb eines Angelscheins?

Auch die Gebühren, die für den Erwerb eines Angelscheins zu entrichten sind, unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland innerhalb Deutschlands. Hierbei fallen erstens Kosten für den Lehrgang im Vorfeld an, zweitens für die eigentliche Prüfung selbst und drittens schließlich noch für das Ausstellen des Scheins an sich. Zu beachten ist hierbei, dass ein ausgestelltes Dokument in der Regel lebenslang gilt. Die Kosten sind folglich nur ein einziges Mal zu bezahlen und berechtigen zum Angeln und Fischen im jeweiligen Gebiet für einen unbegrenzten Zeitraum*.

In den meisten Bundesländern Deutschlands ist nicht nur die Antragsgebühr für den Fischereierlaubnisschein zu entrichten. Zu dieser kommt noch eine so genannte Fischereiabgabe hinzu. Der zu zahlende Betrag richtet sich hierbei nach dem Alter der Person, welche den Angelschein erwerben möchte. Mit zunehmendem Alter wird der Kostenbeitrag niedriger. Folglich zahlen jugendliche Fischer besonders viel. Die Spannbreite der zu zahlenden Beiträge beträgt hier zwischen unter 50 Euro bis hin zu knappen tausend Euro.

Als Alternative kann auf Nachfrage genehmigt werden, den Angelschein mit einer Fischereiabgabe auf einen Zeitraum von fünf Jahren einzuschränken. Sind diese verstrichen, muss der Angelschein jedoch verlängert werden. Hierbei kommen zu der Fischereiabgabe auch noch Bearbeitungsgebühren hinzu.

Wie lange ist ein Fischereierlaubnisschein gültig?

Mit dem Erwerb eines Angelscheins eröffnet sich dem Erwerber in der Regel zeitlich unbegrenzt die Möglichkeit seinem Hobby, dem Fischen und Angeln, nachzugehen. Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen diese Regelung nicht gültig ist. Diese betreffen Rechtswidrigkeiten. Denn, wenn ein Angler gegen einen Grundsatz des Fischereigesetzes verstößt, droht ihm der Entzug seiner Erlaubnis!

Wie lange dauert es, bis mein Angelschein ausgestellt wird?

Ist die Fischerprüfung erfolgreich bestanden, möchte man natürlich nicht lange auf den eigentlichen Schein warten, der einem die Erlaubnis zum Fischen und Angeln erteilt. Die Zeit, die zwischen dem Absolvieren der Prüfung und der Ausstellung vergeht, ist stark abhängig von der jeweiligen Behörde, die das Dokument ausstellen soll. Ist der Antrag gestellt, erfolgt die Ausstellung in der Regel recht zügig. In den meisten Fällen benötigen die zuständigen Ämter hier nur einen einzigen Werktag. Denn im Grunde genommen wird bei der Ausstellung lediglich ein Dokument einlaminiert oder aber ein Vordruck mit Passbild und Stempel versehen. Dennoch benötigen einige Behörden hierfür mehrere Werktage bis hin zu einer ganzen Woche. Dann heißt es erst einmal warten, bis geangelt werden darf. Denn ohne den Fischereischein ist es – wie oben bereits erwähnt – in den meisten Regionen und Gewässern in Deutschland streng untersagt, zu fischen.

Doch nicht nur bei der eigentlichen Ausübung des Angelns ist der Angelschein bei sich zu tragen. Genau genommen ist er immer bei sich zu tragen, wenn man eine Angel mit sich herumträgt. Darüber hinaus berechtigt der Fischereierlaubnisschein alleine noch nicht den Zugang zu jedem Gewässer! Nahezu überall ist es notwendig, einen zusätzlichen Fischereierlaubnisschein mitzuführen. Diesen gibt es entweder als Tages- oder auch als Jahreskarte. Er muss für das entsprechende Gewässer gekauft werden. Wenn eine Kontrolle durch einen Polizisten oder einen Fischereiaufseher erfolgt, können beide Dokumente, sowohl der Fischereischein als auch der Fischereierlaubnisschein, verlangt werden. Verantwortlich sind hier in der Regel die ortsansässigen Angelvereine. Bei ihnen kann man sowohl den Mitgliedsbeitrag begleichen als auch den Fischereierlaubnisschein erwerben. Nähere Einzelheiten sollten bei Interesse am besten direkt beim zuständigen Angelverein im eigenen Wohnort bzw. dem Ort, an dem man angeln möchte, erfragt werden.

Verstöße gegen allgemein gültige Angelgesetze

Mit dem Erwerb des Angelscheins wird vorausgesetzt, dass die Regeln des geltenden Angelgesetzes eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, drohen ernste Konsequenzen.

Das Angeln oder Fischen ohne offizielle Erlaubnis durch ein entsprechendes Dokument stellt in Deutschland einen Straftatbestand dar. Dies begründet sich dadurch, dass fremdes Fischereirecht verletzt wird. Ein weiterer Grund kann die Fischwilderei sein. Als diese wird das unerlaubte Angeln in Gewässern bezeichnet, die herrenlos sind. Wird hingegen ohne offizielle Erlaubnis in verpachteten bzw. privaten Seen und / oder Teichen gefischt, handelt es sich laut Strafgesetzbuch um Diebstahl. Werden während des Begehens der Straftat zusätzlich Gegenstände wie Boote, Netze, Angeln oder Ähnliches aus fremdem Eigentum beschädigt, wird dies unter Sachbeschädigung geahndet. All diese Taten werden strafrechtlich verfolgt. Es drohen sowohl Geld- als auch Freiheitsstrafen.